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Der Quirkendörper

Oh diese Quirken! Ich krieg die Pimpernellen! Tag aus, Tag ein rupfe ich sie aus dem Acker. Ewig das gleiche Lied. Awatt!

Dabei komme ich des Morgens gar nicht so recht zu Potte. Bis mittags pöltere ich herum. Mein geliebtes Puselchen backt währenddessen Püfferken. Allerbest! Wir haben Schmacht und langen eifrig zu. Danach bucken wir am Tisch an und halten eine None. Dann lege ich einen Tucken zu, schlüpf in meine Bollerbux, die Füße fahren in die Holzpantienen. Wacker bin ich Zugange und prokel die Quirken aus dem Kartüffelacker. Ist das Werk vollbracht, so mache ich mich auf den Patt und vertell Dönekens.

Viele halten mich für ʼnen drögen Kerl, für einen echten Drömmelpott. Zugegeben, ich bin kein Hibbelkopp. Ich bin kein Gedönsrat. Ich bin kein Bölkhannes. Ich will nicht ramentern oder wichtigtun. All dies Gehabe macht mich nur ramdösig. Vermuckt nomma!

Alle sagen: ich solle endlich Tengern machen und mein Leben in die Fissen kriegen. Flötepiepen! Ich will nicht rumklamüsern. Ich will nicht wullacken. Ich vertell Dönekens! Ich bin ein echter Awelhannes. Es ist zum Beömmeln.

Ihr Quirkendörper

P.S.: Jetzt hat mich die Redaktion der Südseiten gebeten, meine Dönekens aufzuschreiben, damit sie in dem Heft veröffentlicht werden und eine Leserschaft finden. Nun ja. Trotz meiner ausgeprägten Neigung zum Nichtstun, habe ich mich schließlich dazu bereit schlagen lassen. Aber bitte keine Eile. Die Dönekens erscheinen so eens nachem annern…