Dem Leben Fülle geben
Ein sinnerfülltes Leben, das möchten wohl die meisten Menschen führen. Doch wie kommen wir dahin? In seinem Gedicht „Wünschelrute“ formulierte Joseph von Eichendorff einen Ansatz:

Doch was ist dieses Zauberwort? Es ist das Wesentliche, die zugrunde liegende universelle Gesetzmäßigkeit. Sie bildet die Quelle, aus der die Lebenskraft entspringt und in jedem Lebewesen zu einem Ausdruck gebracht werden möchte. Das Wesentliche ist die treibende Kraft, die eine Raupe in einen Schmetterling verwandelt, die ein Samenkorn keimen lässt, so dass es sich zu einer Pflanze entwickelt, die blüht, wächst und gedeiht.
Das Wesentliche ist die Möglichkeit, die in einem Lebewesen oder einer Sache existiert und zum Ausdruck gebracht werden kann. Für uns Menschen ist das Wesentliche durch unsere Persönlichkeitseigenschaften gegeben. Dabei dominiert jeweils eine Eigenschaft. Finden wir diese heraus und bringen sie in unseren Aufgaben zum Ausdruck, dann leben wir auf. Dann fühlen wir uns wie ein Fisch im Wasser. Dabei ist diese prägende Eigenschaft bei uns Menschen individuell ganz unterschiedlich veranlagt. Der eine lebt auf, wenn er etwas machen, etwas tun kann, der nächste möchte Fragen klären, einen Entschluss treffen, Ziele definieren und so weiter. Wir können es als den Sinn des Lebens betrachten, unserem Wesen auf die Schliche zu kommen und es in unseren Aufgaben zu verwirklichen. (siehe auch: Erkenne Dich selbst!). So werden wir zu Gottes Handwerkern, wie Platon es nannte:

Als Gottes Handwerker spezialisieren wir uns auf unsere prägende Persönlichkeitseigenschaft. Und dabei stellen wir fest, dass wir erst im konstruktiven Zusammenwirken unsere Aufgaben erfolgreich meistern können. Der eine knüpft Kontakte, der nächste stellt Fragen, die ein anderer beantwortet und wieder ein anderer trifft Entscheidungen oder packt an und verwirklicht eine Aufgabe. Im Austausch bringt jeder seine Vorstellungen ein, die gemeinsam geprüft und angepasst werden, so dass eine gute Lösung, ein Wert entsteht, der eine verbindende Ordnung schafft, die uns selbst, das Miteinander und die gesamte Situation umfasst und neu ausrichtet. Dabei erfüllt uns eine Heiterkeit, eine Freude, eine Gelöstheit und ein verbindendes Einheitsgefühl – die Liebe. Es entsteht eine neue Kultur des Miteinanders. (siehe auch: Eine Kultur des bewussten Seins) Wir können es in einem Bild darstellen:

Der zentrale Diamant steht für den Wert, den die Beteiligten in der Situation im konstruktiven Zusammenwirken für das Wesentliche schöpfen. Der Wert schafft ein verbindendes Bewusstsein. So kann sich jeder mit seinen individuellen Fähigkeiten und Interessen einbringen – dargestellt durch die angedeuteten Personen in den verschiedenen Farben. Ist der Wert gut herausgearbeitet, dann resultiert eine Ordnung, die Orientierung und Halt gibt und die Beteiligten mit einem verbindenden Einheitsgefühl erfüllt.
Konkret habe ich den Ansatz für die Gesprächsführung aufgegriffen und daraus die Methode der Guten Gespräche entwickelt. Sie bildet das Mittel, um die neue Kultur des Miteinanders ins Leben zu bringen. Dazu ist auch ein Buch erschienen.
In den Blogbeiträgen finden Sie weitere Informationen, Beispiele, Anregungen und Methoden. Doch betrachten wir ein Beispiel: Reden wir über das Wetter.
Ich wünsche Ihnen ein munteres Stöbern auf meiner Webseite sowie eine erfolgreiche persönliche Entwicklung.



