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Klarheit <=> Verbundenheit

Klarheit schaffen, das ist die Welt des Denkers, der eine Frage von allen Seiten beleuchtet, immer wieder seine Antworten hinterfragt, überprüft und nochmal überdenkt und bis zu einer machbaren Lösung herunterbricht und konkretisiert. Auf der anderen Seite ist es der Tüftler, der unermüdlich neue Ansätze ausprobiert, verbessert und verfeinert bis das Problem behoben ist. Auch hier haben wir eine Polarität: dem Denker erscheint das Vorgehen des Tüftlers oft als oberflächlich, als reines Rumgewurschtel bei dem mehr oder weniger zufällig die Lösung gefunden wird. Und dem Tüftler erscheint das Vorgehen des Denkers als abgehoben, ohne jeden Bezug zu der konkreten Fragestellung, ja und durchaus auch als weltfremd.

Doch auch beim Schaffen von Klarheit braucht es die Verbindung der beiden Pole. Denn für den Tüftler ist es hilfreich eine konkrete Vorstellung zu haben, was er mit seinem Tüfteln erreichen will und wie er dahin kommen kann. Und auf der anderen Seite ist es für den Denker hilfreich, seine Ideen auf die Praxistauglichkeit zu überprüfen, damit bei seinem Denken realisierbare Lösungen herumkommen und er sich nicht in seinen Gedanken verrennt.

Der Gegenpol zu der Klarheit ist die Verbundenheit. Denn sowohl der Problemlöser als auch der Grübler sind für sich allein tätig. Und dazu ist die Verbundenheit, das Miteinander der Gegenpol.

Und welche Pole haben wir bei der Verbundenheit? Einerseits ist es die Lebensfreude, die Leichtigkeit im freudigen Miteinander. Andererseits ist es die Fähigkeit etwas zu vermitteln, etwas zu erklären und anderen beizubringen. Dabei hasst der Lebenskünstler die Belehrungen und dem Lehrer fehlt oft die freudige Leichtigkeit.

Doch auch diese Pole bedingen sich. Der Lebenskünstler benötigt einen Inhalt, etwas, damit für ihn das Leben leicht und freudig wird. Das kann ihm ein Lehrer vermitteln. Und die Problemlöser und Grübler schaffen diesen Inhalt. Dabei ist die übergeordnete Frage: Wie lässt sich die Idee verwirklichen?

Das Herausarbeiten der Antwort auf diese Frage erfolgt in den Schritten:

  1. Der Grübler greift eine Idee auf und klärt sie.
  2. Der Lehrer vermittelt der Idee.
  3. Der Lebenskünstler bringt die Idee zum Leben und greift weitere Verbesserungsvorschläge auf.
  4. Der Problemlöser trägt die Verbesserungsvorschläge zusammen, prüft sie und formt ein schlüssiges Bild für die Lösung. Dabei treten neue Fragen und Ideen auf, die dann der Grübler weiter klärt. Und so weiter…

Das Ziel ist, ein möglichst klares und realistisches Bild von der Lösung zu entwickeln, so dass sie tragfähig ist und bis ins Machbare konkretisiert und geklärt ist.